Langenlois holzt den Schilderwald

Bürgermeister Dir. Hubert Meisl, Projektleiter StR Ing. Thomas Redl, Bauhofmitarbeiter Josef Schiegl, DI Markus Schneider, ÖAMTC

Heute, Montag, werden in Langenlois rund 300 vermeintlich überflüssige Verkehrsschilder für eine Woche verhüllt. Experten des ÖAMTC, der Stadtgemeinde Langenlois, und der Polizei werden in der kommenden Woche den Verkehr genau beobachten und danach überflüssige Schilder entfernen. Laut Experten könnte auf diese Art und Weise rund ein Fünftel der gesamten Verkehrszeichen eingespart werden. Die Verhüllungs-Aktion betrifft das gesamte Stadtgebiet von Langenlois. „Durch ähnliche Projekte in Eisenstadt und Hallein haben wir bereits sehr gute Erfahrungswerte. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass trotz eventueller Demontage die Rechtssicherheit für die Verkehrsteilnehmer erhalten bleibt“, erläutert DI Markus Schneider vom ÖAMTC.

Verhüllt werden hauptsächlich "Halten und Parken verboten"-Schilder, bei denen sich die Frage stellt, ob sich das Verbot nicht ohnehin aus der Situation ergibt. "Das ist etwa dann der Fall, wenn sich an einer Hauseinfahrt das Schild 'Ausfahrt freihalten' befindet", sagt Schneider. Oder Schilder, die nicht mehr aktuell sind: Beispielsweise ein Halteverbot vor einem Geschäft, das es gar nicht mehr gibt.

 

Viele Verkehrszeichen sind doppelt angebracht z.B. links und rechts am Fahrbahnrand. Die doppelte Beschilderung bringt aber oft keinen zusätzlichen Informationsgewinn für die Verkehrsteilnehmer. Die Notwendigkeit dieser Schilder soll ebenfalls geprüft werden. "Die Aufnahmekapazität der Menschen ist begrenzt. Für einen Fahrzeuglenker ist es praktisch unmöglich, mehr als drei Verkehrszeichen gleichzeitig wahrzunehmen und zu verarbeiten", erklärt der ÖAMTC-Experte. Entbehrlich sind auch viele Zusatztafeln in Verbindung mit Schildern, wo man überprüfen wird, ob die Zusatztafel tatsächlich notwendig ist.

 

Unverhüllt sollen nur die notwendigsten Verkehrszeichen bleiben: Das sind Stop-Schilder, Vorrang-Tafeln, Einbahnen, verkehrsberuhigte Zonen, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Wegweiser.

 

Für die Bevölkerung wurde eine Informationshotline unter der Nummer 0664/4248311 eingerichtet. Am 25. Juli 2011 sollen die ersten Ergebnisse präsentiert werden